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Donnerstag, 12. November 2015

Parallele Entwicklungsräume für individuelle und gemeinschaftliche Entwicklung

Im letzten Blog schloss ich mit der These:

Die gemeinschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft erfordert nicht nur gemeinschaftlich handelnde Individuen, sondern auch individuell handelnde Individuen. Genauso wie die individuelle Entwicklung einer Gesellschaft auch immer das gemeinschaftlich handelnde Individuum benötigt.

Dazu merkte ich an, dass diese Entwicklung einen eigenen Raum benötigt. Auf diese Räume möchte ich heute näher eingehen. Beginnen wir mit dem Raum für individuelle Entwicklung. Der optimale Raum für individuelle Entwicklung ist liberal und rechtssicher. Die Liberalität ist erforderlich, damit z.B. politische Vorgaben die individuelle Entwicklung nicht behindern. Wer also Idee, Kapital und Kraft für das Verfolgen von Unternehmungen zum eigenen Vorteil hat, sollte diese auch verfolgen dürfen. Werden Ideen behindert, indem zum Beispiel in der Bildung ein gewisses Schema indoktriniert wird, ist die individuelle Entwicklung in der Regel entweder im Schema oder als Protest gegen das Schema möglich. Ähnlich ist es mit dem Kapital für die Unternehmung. Bestehen nicht genug Mittel kann eine Unternehmung nicht oder nur beschränkt realisiert werden. Die Kraft zur Ausführung ergibt sich aus der Zeit die für die Unternehmung zur Verfügung steht und die Leistung die in dieser Zeit möglich ist. Wer zum reinen Lebensunterhalt seine ganze Zeit und Kraft aufwenden muss, kann sich individuell nicht weiter entwickeln, egal ob genug Kapital (z.B. durch niedrige Zinsen) und Ideen vorhanden sind.
Dem gegenüber steht die Rechtssicherheit. Akteure im liberalen Wirtschaftsraum müssen in einem rechtssicherem Raum handeln können, um eine Übervorteilung  von Akteuren durch politisch orientierte Einflussnahme auf wirtschaftliche Prozesse (z.B. Planwirtschaft), wirtschaftlich orientierte Einflussnahme auf rechtliche und politische Prozesse (z.B. Lobbyismus) oder gewaltausübende (kriminelle) Handlungen zu verhindern. Als Maßstab für wirtschaftlichen und damit individuellen Erfolg sollte die erfolgreiche Umsetzung von Ideen, die wirtschaftliche Nutzung von Kapital und die nachhaltige Verwendung von Kraft gelten.

Dem gegenüber steht die gemeinschaftliche Entwicklung. Für eine optimale gemeinschaftliche Entwicklung benötigt diese Gemeinschaft verschiedene Säulen auf der die Entwicklung nachhaltig wirksam werden kann und ebenso die Rechtssicherheit.  Die erste Säule stellt, parallel zur Idee in der individuellen Entwicklung, die Gesamtheit der Werte und Normen der Gemeinschaft dar. Werte und Normen müssen dabei innerhalb der Gemeinschaft verschieden sein dürfen, denn die spezifischen Eigenschaften des Individuums in der Gemeinschaft müssen geachtet werden um die Stabilität der Gemeinschaft zu gewährleisten. Andererseits dürfen die gemeinschaftlichen Werte und Normen nicht konkurrieren oder kollidieren. Die Werte und Normen können dabei also immer nur den kleinsten gemeinsamen Nenner der Gesellschaft abbilden, da ansonsten ein Konflikt als grundsätzliches Element des gemeinschaftlichen Zusammenlebens geduldet werden müsste. Nehmen wir die Frage der Flüchtlingshilfe als Beispiel. Die Unversehrbarkeit des Menschen ist als gemeinschaftlicher Wert anerkannt und die Normen, dass ein Mensch nicht verletzt bzw. getötet werden darf, eine der essentiellen Normen unserer Gesellschaft. Dem gegenüber stehen allerdings konkurrierende Normen:

Wir helfen Hilfsbedürftigen nur solange, wie wir uns selbst nicht schaden.

und

Wir helfen Hilfsbedürftigen nur solange, wie wir den Schaden an uns selbst ertragen können.

So ähnlich sich diese Normen sind, so unvereinbar sind sie in ihrer Konkurrenz. An diesem Punkt ist nun eine gemeinschaftliche Entwicklung erforderlich. Wie diese aussehen könnte werde ich später näher erläutern. Zunächst einmal die nächste Säule  der gemeinschaftlichen Entwicklung, die Infrastruktur. Die Infrastruktur stellt analog zum Kapital die gemeinschaftlichen Mittel zur Entwicklung dar. Dies sind natürlich einerseits Elemente der physischen Infrastruktur wie Wasserleitungen, Busse oder Straßenbelag, aber andererseits auch eine eher intellektuelle und psychische Infrastruktur wie eine gemeinsame Sprache, das wissenschaftliche Prinzip oder die Akzeptanz der Schwerkraft. Diese Infrastruktur kann dabei intern entstehen, oder extern aufgenommen werden. Ein Beispiel aus der Vorzeit. Ein Clan aus Urmenschen lebt ohne Feuer, bis sie entweder selbst entdecken es zu entfachen, oder einen Clanfremden aufnehmen, der das Geheimnis kennt. Dies wäre eine gemeinschaftliche Entwicklung auf Basis der psychischen Infrastruktur. Wäre die Gemeinschaft nicht in der Lage den Clanfremden aufzunehmen, so wäre sie in ihrer Entwicklung gehemmt. Andererseits stärkt das Wissen über das Feuer die Infrastruktur und wenn der Clanfremde einen Feuerstein mitbringt, nicht nur auf intellektuelle sondern auch physische Weise.
Als dritte Säule besteht auch hier die Kraft gemeinschaftlich zu handeln. Auch hier ist relevant wieviel Zeit und Leistung ein Individuum der Gemeinschaft gegenüber aufwenden kann.
Auch die gesellschaftliche Entwicklung benötigt, wie angemerkt, Rechtssicherheit. Werte und Normen müssen nicht zwangsläufig in Form von Rechtsvorschriften formuliert werden, jedoch braucht jeder Akteur im gesellschaftlichen Handeln die Sicherheit, dass die eigene Position in der Gesellschaft sicher ist. Ebenso wie der individuelle Akteur vor unrechtlicher Übervorteilung sicher sein muss.

Es könnte jetzt der Versuch folgen, die beiden Ansätze zu kombinieren. Ein Versuch, der ähnlich müßig ist, durch das Löschen eines Feuers eine Suppe zu erhalten. Bleiben wir bei der Suppenanalogie. Einerseits haben wir das Feuer, heiß, dynamisch aber auch gefährlich und verzehrend. Andererseits das Wasser, fließend, in der Regel am Punkt der geringsten Arbeit zu finden aber auch nachhaltig wirksam (vgl. steter Tropfen). Haben wir von dem Einen zuviel, erlischt die Dynamik, haben wir von dem Anderen zuviel verdunstet jegliche Nachhaltigkeit. Zum Glück haben wir die Suppenanalogie, denn sie verrät uns die Lösung: Ein Topf.
Damit die beiden Systeme produktiv interagieren können, benötigen wir ein System, das die Wirkung der beiden Systeme kombiniert. Die Hitze wird gemäßigt, und die (löschend wirkende) Trägheit aufgehalten. Gleichzeitig aber wird die Trägheit im Topf verringert, und Hitze einem nachhaltigen Nutzen (Wasser hat die bessere Wärmekapazität) zugeführt.

Bevor jetzt aber jemand damit anfängt Flüchtlinge und Hartz4-Empfänger in große Töpfe zu werfen, die über einem Scheiterhaufen für Börsenmakler hängen, betrachten wir das Zusammenspiel der oben beschriebenen Systeme. Betrachten wir zuerst wieder den individuellen Teil. Dieser ist ein liberaler Wirtschaftmarkt, auf dem der staatliche Einfluß darauf beschränkt ist kriminelle Übervorteilung von Mitbewerbern zu verhindern und andererseits die Bürger vor Schaden durch individuelles Handeln zu bewahren. Die Wirtschaft darf also frei ihren Ideen nachgehen, Mitbewerber aus dem Markt drängen, Kapital erwirtschaften und Kräfte bzw. Zeit und Leistung für die eigenen Unternehmungen erwerben. Der Staat schützt die Bürger davor zu Schaden zu kommen, in dem er zum Beispiel die Verklappung von Giftmüll verhindert, Kinderarbeit zum Schmieren von Dampfmaschinen verbietet, Wochenarbetisstunden von 80 Stunden verhindert und generell die Rechtssicherheit ALLER Akteure im Wirtschaftssystem gewährleistet, was den Fluß von Geld, Waren und Leistungen miteinbezieht. Soviel zum Feuer. Jetzt das Wasser. Die Gemeinschaft hingegen ist eine egalitäre fast schon kommunistische Form des Zusammenlebens. Ein Zusammenleben, das den Mitbürgern das Erreichen der gleichen Zielqualitäten ermöglicht. Zielqualitäten wie: Satt, Dach über dem Kopf, gekleidet, sicher vor Schaden, frei beweglich, unterhalten und sozialisiert. Um diese Zielqualitäten erreichen zu können müssen den Mitbürgern gewisse Dinge und Leistungen zur Verfügung gestellt werden. Dinge und Leistungen, die entweder dem Wirtschaftsraum entnommen werden müssen ODER aber durch die Erfüllung einer weiteren Zielqualität erreicht werden können: nützlich sein. Greifen wir dazu die drei Säulen auf: Werte und Normen, Infrastruktur und Kraft. Jedem Mitbürger steht eine gewisse Kraft zur Verfügung. Der Gemeinschaft steht eine gewisse Infrastruktur zur Verfügung, und die Werte und Normen bestimmen, wie Kraft und Infrastruktur zum Erreichen der Zielqualitäten verwendet werden können. In der Form gemeinnütziger  ehrenamtlicher Arbeit wird dies schon lange angewendet. Ehrenamtliche kümmern sich zum Beispiel um Hilfsbedürftige, erlauben ihnen somit ihre zielqualitäten zu erreichen. Dazu wenden sie einen Teil der ihnen immanenten Kraft dazu auf eine gemeinschaftliche Entwicklung zu erwirken. Gleichzeitig hemmen sie allerdings ihre individuelle Entwicklung, denn der individuelle Vorteil daraus ist minimal bis nichtexistent. Darüber hinaus kann die angewendete Kraft nicht mehr zur individuellen Entwicklung verwendet werden. Der gemeinschaftlichen Entwicklung steht also immer eine individuelle Hemmung gegenüber. Drehen wir den Spieß einmal um. Ein Unternehmer erwirtschaftet durch das Herstellen selbstklebender Schrauben einen Gewinn auf dem Markt. Aus nur ihm bekannten Gründen tätigt er daraufhin eine Spende an die Gemeinschaft, die sich um die Hilfsbedürftigen kümmert. Erst einmal eine ebenso gemeinschaftliche Entwicklung durch die Stärkung der Infrastruktur, wie die Nutzung der eigenen Kraft zur Hilfe. Allerdings kann die Spende von der Steuer abgesetzt werden, wodurch diese zusätzlichen Mittel der Gemeinschaft (zumindest zum Teil) wieder entgehen. Hier zeigt sich ein Loch im Lederbeutel, durch das Wasser im Feuer verdampft. Statt jetzt aber lang auf dem momentanen Steuerrecht herumzureiten, möchte ich mit einer weiteren These schließen:

Um eine parallele individuelle und gemeinschaftliche Entwicklung zu ermöglich müssen beide gesellschaftlichen Systeme durch ein drittes System dynamisch miteinander verbunden werden.

Wie so ein System aussehen könnte beschreibe ich im nächsten Blog.

Mittwoch, 11. November 2015

Dualismus von gemeinschaftlicher und individueller Entwicklung

Das letzte Mal habe ich mit folgender These geschlossen:

So, wie es in kommunistisch orientierten Gesellschaften keinen konkreten individuellen Fortschritt geben kann, gibt es in kapitalistisch orientierten Gesellschaften keinen gemeinschaftlichen Fortschritt. Während also primär zum gemeinschaftlichen Vorteil agierende Gesellschaften in Bereichen stagnieren, die individuellen Unternehmergeist erfordern (neue Techniken etc.), stagnieren auf den individuellen Vorteil ausgerichtete Gesellschaften, weil es in der Gesellschaft zu keiner Entwicklung (besserer Bildung, stärkereres Gemeinwesen) kommen kann, da jeder gezwungen ist nur zum eigenen Vorteil zu handeln.


Zugegeben, das ist etwas doppelt gemoppelt, daher der Versuch der Verschlankung:

Eine gemeinschaftlich orientierte Gesellschaft schwächt die Entwicklung aus individuellen Motiven. Eine individuell orientierte Gesellschaft schwächt die Entwicklung aus gemeinschaftlichen Motiven.

Eine Erläuterung, warum ich das so sehe. Als Kind der DDR sitze ich noch an der Quelle zu verschiedenen Generationen, die in einer gemeinschaftlich orientierten Gesellschaft gelebt haben. Zwar handelt es sich beim Sozialismus nicht gerade um ein mustergültiges gemeinschaftlich orientiertes Beispiel, aber es zeigt die Stärken und Schwächen des Systems auf. Als Schwäche ist eindeutig zu bewerten, dass  über die Grundversorgung hinaus, die Produktion sehr abhängig von äußeren Faktoren war. Auch individueller Unternehmergeist und individuelle Ansichten wurden unterdrückt oder zum Wohle der Gemeinschaft annektiert. Einen individuellen Wohlstand konnte sich nur erarbeiten, wer Mechanismen des Systems kontrollierte und daher die Schwächen zum eigenen Vorteil ausnutzen konnte (sowohl politisch, als auch z.B. durch Zugang zu gewissen Produkten). Die Stärke des Systems lag in der Sicherheit der individuellen Versorgung insbesondere auf der Basisebene. Zielqualitäten wie satt, beschäftigt, untergebracht, die Kinder sind sicher und versorgt, elementare Bildung konnten ohne Probleme von allen Bürgern erreicht werden. Durch die Schwäche des Systems sich einer politischen Doktrin (Arbeiter- und Bauernstaat) unterordnen zu müssen, war die erweiterte Bildung nicht so effektiv wie sie hätte sein können. Andererseits wäre dem studierten und spezialisiertem Mensch aber auch im politischen Rahmen wenig Raum für individuelle Entwicklung geblieben. Dies führte, wie historisch bekannt, zu einer Elitenbildung und einem repressivem System, in dem Bürgern der Zwang auferlegt wurde zum Wohle der Gemeinschaft (und insbesondere zum Wohle der Eliten) produktiv und friedlich zu sein.

Auf der anderen Seite, im wahrsten Sinne des Wortes, liegt die BRD. Als kapitalistisch orintiertes und subventioniertes Ziehkind, soll sie als Beispiel für die individuelle Orientierung dienen. Hier lag die einzige Grenze zu individueller Entwicklung im eigenen Wohlstand. Wer wohlhabend genug war konnte Bildung erringen, Faulheit erleben oder sich so entwickeln wie es gewünscht war. Ohne Wohlstand hingegen war es nur durch politischen Regelung möglich, die Erfüllung grundlegender Zielqualitäten zu erreichen. Sozialhilfen, Kohlepfennige, aber auch wirtschaftliche Subventionen usw. dienten hier dazu den Bürgern das Erreichen der für sie erstrebenswerten Zielqualitäten zu ermöglichen, um den Inneren Frieden der Gesellschaft zu sichern. Eine Zielstellung, die jedoch keine Entwicklung im gemeinschaftlichen Sinne erzeugen konnte, da für jeden Bürger die nur die Entwicklung zum individuellen Vorteil (insbesondere Geldgewinn) als gesellschaftlich wertdefinierende Entwicklung galt.
Die stärkste individuelle Entwicklung wurde dabei durch das Zusammenwirken gleichartiger individueller Interessen erreicht. Oft als Zeichen der Sozialität und Solidarität gewertet, stellen Gewerkschaftendie Vertretung der individuellen Interessen der Arbeitnehmer dar. Auf der anderen Seite stehen dabei die Arbeitgeberverbände, die ebenso nur individueller Interessen vertreten. Die daraus entstehenden Arbeitskämpfe und politischen Entwicklungen führten zu individuellem Wachstum des Wohlstands. Eine gemeinschaftsorientierte Entwicklung fand dabei jedoch kaum statt. Im Gegenteil entwickelte sich durch die durch Wachstum und technische Entwicklung (siehe den vorigen Blog) zu einer ungleichen Verteilung des Wohlstands und Spannungen, die auf der erforderlichen Umverteilung zur Wahrung des Friedens basieren. Dies führte, wie historisch bekannt, zu einer Elitenbildung und einem repressivem System, in dem Bürgern der Zwang auferlegt wird wirtschaftlich (insbesondere zum Wohle der Eliten) produktiv und friedlich zu sein.

Man verzeihe mir das etwas polemische Ende der beiden Abschnitte, jedoch ist, insbesondere im Hinblick auf Vorratsdatenspeicherung und BND-Skandal, der Unterschied von DDR und BRD nicht so groß wie angenommen. Der Zwang zur Unterordnung unter das geltende System ohne Alternative ist bei beiden Gesellschaften gegeben. Selbst die Aussage:"Dann wander doch aus." ist müßig. Wohin denn? In einer Welt des repressive Kapitalismus einerseits und des repressiven Extremismus auf der anderen Seite ist die Auswahl eher mau.

Daher kann die Entwicklung nur aus dem Inneren heraus erfolgen. Eine Entwicklung, die eine Abkehr von beiden Systemen erfordert.

Betrachten wir die beiden Systeme, die essentiell hinter allen gesellschaftlichen Systemen der letzen Jahrzehntausende stecken, so haben wir zwei Tendenzen:

1. Individueller Vorteil zum gemeinschaftlichen Nachteil
2. Gemeinschaftlicher Vorteil zum individuellen Nachteil

Wie der Titel es schon andeutet, zeichnet sich für mich da ein interessanter Dualismus ab. Ein Dualismus, der allerdings eine Polarität darstellen kann. Bisher war jeder Versuch der Bildung eines gesellschaftlichen System daran orientiert, eines der Systeme einzeln oder als Hybrid verschiedener Elemente des jeweils anderen Systems zu realisieren. Soziale Marktwirtschaft ist dabei ebenso ein Beispiel wie ein Sozialismus und Kommunismus mit einem Währungssystem. Auch kommunistische Kommunen haben nicht funktioniert, wie egalitäre Elternabende, da sie der individuellen Entwicklung keinen Raum bieten konnten, so wie der Kapitalismus grundsätzlich immer am Mangel gemeinschaftlicher Entwicklung krankt. Kapitalistische Krisen lassen sich  fast immer auf das individuelle Streben nach dem eigenen Vorteil oder Wohlstand zurückführen, ohne Rücksicht auf Schäden, die dadurch am Gesamtsystem entstehen. Genauso wie die Korruption kommunistischer Systeme auf das Streben nach individuellem Vorteil ohne Blick auf den gemeinschaftlichen Schaden zurück zu führen ist. Die daraus resultierende Dualität stellt sich meiner Ansicht folgendermaßen dar:

Die gemeinschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft erfordert nicht nur gemeinschaftlich handelnde Individuen, sondern auch individuell handelnde Individuen. Genauso wie die individuelle Entwicklung einer Gesellschaft auch immer das gemeinschaftlich handelnde Individuum benötigt.

Allerdings jeweils in seinem entsprechendem Raum. Aber dazu schreibe ich im nächsten Blog weiter.